KULTURORT SCHLOSS KROELPA

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Der "KULTURORT SCHLOSS KROELPA" in der Gemeinde Krölpa!

historisches_schulgebaeude



     Einst

Das Schloss Krölpa wurde um 1730 an der Stelle eines ehemaligen Rittergutes des Adelsgeschlechtes derer von Brandenstein errichtet. Im Jahre 1888 verkauften die Besitzer – die Freiherren von Gleichen und Rußwurm  - das Schloss an Leipziger Grundstücksmakler.  Am 12. Oktober 1890 erwarb der Schulverband Krölpa das Gebäude für 19.000 Reichsmark.  Es wurden 3 Klassenräume geschaffen und die Zahl der Lehrer erhöhte man von zwei auf drei. Im Herbst des Jahres 1891 konnte der Umzug in die neue Schule stattfinden. Ganze Schülergenerationen bekamen in den kommenden Jahrzehnten darin ihre Schulausbildung. In ganz Deutschland hatte der Schulunterricht unter dem Krieg zu leiden. Nachdem der Krieg beendet war, dauerte es noch Monate bis der Unterricht wieder aufgenommen werden konnte. Von 1944 waren Evakuierte und Umsiedler in das Gebäude eingewiesen worden. Auch ein Lazarett wurde in die Schule Krölpa verlegt. Daneben diente die Schule als Unterkunft für den Volkssturm.

 

Schlossansichten



    Heute        

Nach den Wirren des Krieges und der Nachkriegszeit wurde das Schloss bis in die heutige Zeit als Schule genutzt. Nach der Wende begann überall in den Orten das Ringen um den Erhalt der Schulstandorte. In der Gemeinde Krölpa war man sich einig: "Die Schule bleibt in unserer Gemeinde"! Eine Schule bildet von jeher das geistig-kulturelle Zentrum einer Gemeinde. Schule, Vereinsleben, Sport und Kultur, damit prägt man Heimatgefühl und schafft ein gesundes, soziales Umfeld für unsere Kinder, in dem sie sich geborgen fühlen, gut behütet und umsorgt aufwachsen können. Der erste wesentliche Schritt zur Gebäudeerhaltung und weiteren Nutzung des Gebäudes war die Dachsanierung, die im Sommer 2004 mit dem 1. Bauabschnitt begann. Sie erfolgte unter Einbeziehung der Unteren Denkmalschutzbehörde des LRA Saale-Orla-Kreis, wobei Wert auf eine möglichst originalgetreue Wiederherstellung des alten Zustandes gelegt wurde. Während der Baumaßnahmen stellte man in zwei Bereichen des Dachraumes Befall mit Hausschwamm fest, der eine aufwändige Sanierung erforderte. Im Erd- und 1. Obergeschoss baute man 50 neue Holzfenster ein. Im Mai 2005 war der 1. Bauabschnitt abgeschlossen. Der 2. Bauabschnitt, Sommer 2005 bis Dezember 2005, begann im Südflügel des Schlosses mit dem Umbau zur Schule. Das Gebäudeteil wurde komplett entkernt. Über drei Etagen baute man ein neues Treppenhaus ein. Heizung, Sanitär- und Elektroinstallation wurden komplett erneuert. Nach modernsten Standards und im Hinblick auf modernste Sicherheitstechnik erhielt der Südflügel Rauchmelder, Alarm- und Schließanlage sowie eine Notbeleuchtung der Fluchtwege. Der neue Werkraum wurde mit neuen Werkräumen bestückt und bekam eine Schutzkleinspannung. Die Fußböden sind zum großen Teil mit Parkett ausgestattet. Alle Klassen und Horträume bekamen neue Lampen, sind kindgerecht ausgestattet und erstrahlen in hellen, freundlichen Farben. Teilweise haben die Räume neue Möbel erhalten. Ein großer Garderobenraum und eine Teeküche für den Hort entstanden. Wenn man sich heute diese tollen Räumlichkeiten betrachtet, kann man nur noch erahnen was für ein Kraftakt nötig war, diese Sanierung bei laufendem!!! Schulbetrieb durchzuführen. Unsere Schule ist in Thüringen die einzige Grundschule, die sich in einem denkmalgeschützten Schloss befindet. 

 

Die Glocke der Schule stand bis zu ihrer Übergabe um 1880 im Dienst des Klosters in Zella. Während des Abrisses des baufälligen Glockenturmes wurde sie sichergestellt und der Schule in Krölpa übergeben. Die Bienenkorbglocke zählt zu den beiden ältesten und wertvollsten Glocken in Thüringen. Sie wurde denkmalgerecht saniert und verrichtet nun wieder ihren Dienst in der Schule. Seit dem Tag der Wiedereinweihung am Freitag, den 03. Februar 2006 läutete sie jede Stunde ein.

 

 Barocksaal 1Fast eineinhalb Jahre später, am Freitag, den 08. September 2007 lud Bürgermeister Lothar Detko zum Festakt anlässlich des 10- jährigen Bestehens der Einheitsgemeinde Krölpa sowie der feierlichen Übergabe des denkmalgerecht sanierten Festsaales in das Schloss Krölpa ein. Der Barocksaal bildete den perfekten Rahmen für die Festveranstaltung. Die Gemeinde Krölpa plante die schrittweise Umgestaltung des Gebäudes zu einem modernen Gemeindezentrum. Nach dem ersten großen Abschnitt der mit der Sanierung der Schule abgeschlossen wurde, konnte nun ein weiterer wichtiger Bauabschnitt, Sanierung des Mitteltraktes mit dem ca. 100 qm großen repräsentativen Festsaal sowie dem Treppenhaus, übergeben werden. Im Saal und dem Treppenhaus entdeckte man durch restauratorische Befundungen Wandmalereien aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Im Rahmen der Sanierungen konnte man diese als auch das ganzheitliche Raumkonzept wieder herstellen. Zur Festveranstaltung präsentierte sich der glanzvolle Saal in seiner ganzen Pracht. Dieser einmalig schöne Saal bietet Platz für die verschiedensten Veranstaltungen in unserer Gemeinde und kann durch Schule, Vereine, Betriebe und Privatpersonen genutzt werden.

 

 

PinsenberghalleNach reichlich zwei Jahren Bauzeit war es am ersten Juniwochenende, Samstag den 2. Juni und Sonntag, den 03. Juni 2012 soweit. Die neue Pinsenberghalle konnte feierlich ihrer Bestimmung übergeben werden. Mit der Beantragung dieser Maßnahme  im Jahr 2008 setzte sich die Gemeinde Krölpa nicht nur das Ziel, ein historisch-kulturgeschichtliches wertvolles Gebäude zu erhalten und zu erweitern, sondern auch ein Gemeindezentrum aufzubauen und zur Initiierung überregionaler kultureller Projekte und Aktivitäten sowie zur Wahrnehmung zentraler kommunaler Aufgaben und Unterstützung der Vereinsarbeit beizutragen. Mit dem Neubau des Mehrzwecksaales will die Gemeinde außerdem den Standort der Grundschule festigen und die Bedingungen für die Schularbeit verbessern. Kurz vor der feierlichen Eröffnung wurde ein Aufruf zur Namensfindung für den neu entstandenen Gebäudekomplex gestartet. Das Domizil in seiner Gesamtheit inklusive Neubau sollte einen gängigen und unverwechselbaren Namen bekommen. Mit 25 Vorschlägen beteiligten sich die Bürgerinnen und Bürger an diesen Wettbewerb. Die Jury bestand aus dem Bürgermeister, dessen Stellvertretern, Vertreter des Gemeinderates, Mitarbeitern der Verwaltung und einem Werbebüro. Gemeinsam entschied man sich für den Namen "KULTURORT SCHLOSS KROELPA". Das Ziel der Planer vom ausführenden Architekturbüro SIGMA PLAN WEIMAR wurde bei dieser Baumaßnahme erfüllt. Der Schlosscharakter wurde erhalten und steht in einer gelungenen Verbindung zum Neubau. Man setzte dabei den Blick auf die Schlossachse wieder frei. Dafür riss man den alten Speisesaal ab und verlängerte den Schulneubau Richtung Osten. Die bestehende Natursteinmauer zum Nachbargrundstück wurde bei dem Neubau gestalterisch mit eingefügt. Teile des Anbaues erhielten eine Glasfassade, die sich zum Innenhof öffnen lassen. Das Gebäude bekam damit den Charakter einer Orangerie, was dem Anbau eine gewisse Leichtigkeit verleiht. So wurde durch das einfühlsame Vorgehen ein gelungenes Ensemble von Alt und Neu geschaffen. Mit der feierlichen Schlüsselübergabe an den Hausherrn Bürgermeister Lothar Detko, den  Herr Bude und Herr Appelt gemeinsam mit dem Alterspräsident des Gemeinderates, Herrn Horst Bichel, überreichten, wurde der Saalneubau seiner Bestimmung und eigentlichen Nutzung übergeben.

 

     Schlossansichten_04Hochzeitsdekoration 2  Auszlig;enansicht 3

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