Ruine Töpfersdorf - Ortsteil Friedebach
Im Wald zwischen Friedebach und Zeutsch erheben sich die Grundmauern einer verfallenen Kirche. Das für eine kleine Dorfsiedlung recht stattliche Bauwerk war offenbar errichtet worden, um den Inhabern des Kirchlehens, den Herren von Eichenberg, durch Wallfahrten willkommene Einkünfte zu verschaffen. Das zur Kirche gehörige Dorf der Töpfer - umfangreiche Keramikfunde lassen auf rege betriebene Töpfereien schließen - ist vermutlich um 1166 durch die Herren von Lobdeburg gegründet worden und wird wiederholt zwischen1492 und 1503 urkundlich erwähnt. Es hatte nach alter Angabe in seiner Blütezeit 14 Häuser. Im 16. Jahrhundert war der Ort verlassen, auch die Kirche wird schon damals als "wüst" bezeichnet. 1614 und 1622 gab es wieder 2 Häuser als Flur- und Waldaufsicht, doch waren sie bald wieder unbewohnt und verfielen. Außer der Kirchenruine sind ein alter Keller, einige Grundmauern und eine Brunnenstube vorhanden.