Friedebach

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Bildunterschrift: Friedebach

Friedebach 2Die Ortsgeschichte von Friedebach begann vor nunmehr über 900 Jahren. Der Heidewald und die in ihm liegende Ansiedlung Friedebach gehörten zu den Gütern, mit denen der Kölner Erzbischof ANNO II. im Jahre 1071 das von ihm gegründete Benediktinerkloster Saalfeld ausstattete. Eine Urkunde aus dem Jahr 1074 bestätigt die Schenkung. Wie auch in allen anderen Ortschaften unserer Gemeinde wechselten im Laufe der  Jahrhunderte mehrfach die Machtverhältnisse und Besitzer. 

Heute wirkt der in einem kleinen Bachtal (Krebsbach) gelegene 3 km lange Ort, mit seinen liebevoll sanierten Fachwerkhäusern, sehr anheimelnd auf Gäste. Am Ortsausgang, in Richtung Langenschade, befindet sich neben der malerisch, sanierten Wüstenhofsmühle, ein Zeltplatz mit idyllisch gelegenen Badeteich. Seit vielen Jahren suchen Bürger in der Landschaft um Friedebach mit ihren vielen seltenen und geschützten Pflanzen, Ruhe und Erholung. Sehr beliebt sind Wanderungen, so u.a. zur Kirchenruine Töpfersdorf. Versteckt im Wald der Uhlstädter Heide und eine halbe Stunde von Friedebach entfernt, liegt die Wüstung mit der Kirchenruine.

Ein besonderes Kleinod des Ortes ist die Kirche. Die 1422 erwähnte Kapelle zu "St. Nicolaus" wurde später zur Kirche erweitert. Sie überrascht durch ihren geschmackvoll, barock gestalteten Kanzelaufbau. Auf einem dreiteiligen Unterbau erhebt sich die reichgegliederte Kanzel. Seitliche Postamente tragen die mit Blumenhängen verzierten Pfosten des oberen Zuganges. Sehr bemerkenswert sind auch die wunderschönen Decken- und Wandgemälde. Die in der Kirche stattfindenden Konzerte sind immer ein besonderes Erlebnis und werden gern von Bewohnern und Gästen angenommen.  

Eine Besonderheit ist auch das Siegel von Friedebach. Es wird auch als "redene Siegel" bezeichnet. Das sind solche, deren Symbole einen bildlichen Bezug zum Ortsnamen herstellen bzw. dies wollen oder dies erklären sollen. Aus dem 17./ 18. Jahrhundert stammt das erste Typar von Friedebach, welches eine Taube als Symbol des Friedens auf einem Ast, vermutlich einen Ölzweig darstellt. Es gehört zu den ältesten Handsiegeln aus ganz Thüringen.

Im unteren Ortsteil von Friedebach steht ein Steinkreuz direkt am Wege. Seine Geschichte erzählt von der Dankbarkeit eines geretteten und gesund gepflegten schwedischen Hauptmann aus dem Jahr 1640.

Weite Wälder, grüne Wiesen, gesunde Luft, sauberes Wasser, Ruhe vor Lärm und Hast. Alle diese Vorzüge einer Landschaft in der man sich entspannen und wohl fühlen kann, vereint der Ort Friedebach.  

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